Informationen für Hochschulen

Das Dialogorientierte Serviceverfahren (Kurzform: DoSV) richtet sich an alle staatlichen Hochschulen, die grundständige Studiengänge anbieten, die zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen.

Das DoSV verbindet die Vorteile der dezentralen und zentralen Zulassungsverfahren. Die Hochschulen können ihre Verfahren wie gewohnt nach eigenen Vorgaben gestalten und durchführen, ihre Autonomie bleibt gewahrt. Das DoSV vernetzt die Zulassungsprozesse der teilnehmenden Hochschulen und gleicht die Angebote ab. Jede Bewerberin und jeder Bewerber erhält am Ende des Verfahrens maximal eine Zulassung. So wird sichergestellt, dass Studienplätze zum einen schneller vergeben werden und zum anderen auch weniger Studienplätze unbesetzt bleiben. Dies gilt auch für Studiengänge mit mehreren Fächern.

Für kirchliche Hochschulen, Kunst- und Musikhochschulen oder private Hochschulen besteht derzeit keine Möglichkeit zur Teilnahme am Verfahren. Sollten Sie als Angehörige oder Angehöriger einer solchen Hochschule Fragen zum Verfahren haben, wenden Sie sich gerne an das Team Hochschulsupport.

Allgemeine Informationen zum DoSV

Das Dialogorientierte Serviceverfahren unterstützt die Hochschulen bei ihren Zulassungsverfahren durch einen Abgleich der Bewerbungen, Ranglisten und Angebote. Über ein webbasiertes System, das System des DoSV, sind die Hochschulen mit den Bewerberinnen und Bewerbern und der Stiftung für Hochschulzulassung vernetzt.

Das System spricht auf Grundlage der von den Hochschulen erstellten Ranglisten Angebote aus. Bewerberinnen und Bewerber, die ein Angebot annehmen, werden automatisch aus allen anderen Ranglisten gestrichen. Auf diese Weise können frei werdende Studienplätze unmittelbar an nachrückende Bewerber vergeben werden.

Der Ablauf des DoSV

Das DoSV besteht aus unterschiedlichen Phasen, die sich zum Teil über mehrere Monate erstrecken. Nach dem Koordinierungsverfahren mit fünf Phasen folgen zwei Clearingverfahren. Zum koordinierenden Teil des Verfahrens gehören die Vorbereitungsphase, die Bewerbungsphase, die Koordinierungsphase 1 und die Entscheidungsphase. Mit der Koordinierungsphase 2 endet das Koordinierungsverfahren.

Im Anschluss finden zwei Clearingverfahren statt, in denen noch unbesetzte Studienplätze per Losverfahren vergeben werden können.

Die Vorteile des DoSV

Das DoSV bietet für Hochschulen sowie Studieninteressierte zahlreiche Vorteile:

  • Mehrfache Zulassungen werden verhindert, sodass weniger Studienplätze unbesetzt bleiben.
  • Bei Bedarf übernimmt die Stiftung Dienstleistungen für die Hochschulen, z.B. den Versand der Zulassungsbescheide.
  • Die Transparenz für die Bewerberinnen und Bewerber wird erhöht, da sie den aktuellen Stand ihrer Bewerbungen in einem einzigen Portal einsehen und abgleichen können.

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