Koordiniertes Nachrücken

Studienplätze, die in der Koordinierungsphase noch unbesetzt geblieben sind, werden im Koordinierten Nachrücken vergeben. Bewerber*innen, die in der Koordinierungsphase noch keine Zulassung erhalten haben, können über einen ihnen zugesandten Link in einem Zeitraum von 72 Stunden ihren Wunsch zur Teilnahme am Koordinierten Nachrücken für einzelne Studienangebote erklären, für die sie sich beworben und die Bewerbung nicht zurückgezogen haben.

Anschließend werden die bereits in der Koordinierungsphase verwendeten Ranglisten abzüglich der Bewerber*innen, die keinen Teilnahmewunsch erklärt haben, weiter abgearbeitet. Wenn eine Bewerbung in den zulassungsfähigen Bereich einer Rangliste kommt, wird ungeachtet der Priorisierung umgehend eine Zulassung ausgesprochen und alle weiteren Bewerbungen scheiden aus dem Verfahren aus.

Auch Studieninteressierte, die noch nicht am aktuellen Verfahren teilgenommen haben, können sich für Studienangebote im Koordinierten Nachrücken bewerben, sofern diese Angebote an dieser Extra-Phase teilnehmen. Hierbei wird eine erneute Rangliste erstellt, die dann Berücksichtigung findet, wenn die bereits bestehenden Ranglisten wie zuvor dargestellt abgearbeitet wurden. Die Vergabe von Studienplätzen geschieht in diesem Fall über das Los.

Hochschulen, die Plätze in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen anbieten, nehmen mit ihren Studienangeboten automatisch am Koordinierten Nachrücken teil, für diese Studiengänge sind jedoch keine Neubewerbungen im Koordinierten Nachrücken möglich. Auf den (bereits bestehenden) Ranglisten wird so lange nachgerückt, bis alle noch freien Plätze besetzt sind. Die Kapazitäten der entsprechenden Studienangebote bleiben also im Koordinierten Nachrücken unverändert.

Passende Studienangebote können Sie mit Beginn der neuen Phase über die Studienangebotssuche in Ihrem Benutzerkonto finden.

Die folgenden Informationen sollen den Einstieg in das Koordinierte Nachrücken erleichtern und den Unterschied zwischen der „fortgesetzten Teilnahme“ am Verfahren und der Neu-Bewerbung ohne vorherige Teilnahme herausstellen.

Im Koordinierten Nachrücken werden nach Abschluss der Koordinierungsphase noch freigebliebene bzw. wieder frei gewordene Studienplätze vergeben. Studienplätze werden z.B. wieder frei, wenn zugelassene Bewerber eine Rückstellung aufgrund eines Dienstes mitteilen und den Platz nicht antreten oder Bewerber sich schlichtweg nicht einschreiben.

Wenn Ihnen in der Koordinierungsphase für keine Ihrer Bewerbungen eine Zulassung ausgesprochen werden konnte, so haben Sie im Rahmen des Koordinierten Nachrückens eine zusätzliche Chance auf einen Studienplatz. Sollten Sie also in einem niedriger priorisierten Studienangebot bereits zugelassen worden sein, können Sie somit nicht mithilfe des Koordinierten Nachrückens auf eine Zulassung in einem höher priorisierten Studienangebot hoffen.

Im Koordinierten Nachrücken werden zunächst die bestehenden Ranglisten aus der Koordinierungsphase weiter abgearbeitet. Sollten danach noch immer Restplätze verfügbar sein, kommen auch Neubewerbungen zum Zuge. Die Vergabe erfolgt dann durch das Los.

Bei örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen entscheiden die Hochschulen individuell, ob sie für ein konkretes Studienangebot aus der vorangegangen Koordinierungsphase am Koordinierten Nachrücken teilnehmen möchten. Neue Studienangebote können von den Hochschulen nicht eingestellt werden.

Besonderheit der ZV-Studiengänge

Restplätze bei den bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen Medizin, Pharmazie, Tiermedizin (nur zum WS) und Zahnmedizin sowie Restplätze bei zulassungsfreien Studiengängen werden immer über das Koordinierte Nachrücken vergeben. Hier sind die Hochschulen zur Teilnahme verpflichtet.

Wichtiger Hinweis: Neubewerbungen für bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge sind im Koordinierten Nachrücken nicht mehr möglich.

Im Rahmen des Koordinierten Nachrückens muss zwischen zwei Gruppen von Bewerbenden unterschieden werden:

Gruppe 1 – Bewerber*innen, die im Verlauf der Koordinierungsphase des Dialogorientierten Serviceverfahrens keine Zulassung erhalten haben

Sie können sich in diesem Fall für jedes einzelne abgelehnte Studienangebot aktiv für die Teilnahme am Koordinierten Nachrücken entscheiden. Auch das „Auffüllen“ der Studienwünsche durch neue Bewerbungen ist möglich, jedoch nur, wenn ich in der Koordinierungsphase weniger als zwölf Bewerbungen abgegeben habe. Denn wie in der Koordinierungsphase, ist die Teilnahme am Koordinierten Nachrücken mit maximal zwölf Bewerbungen möglich. Alle an der vorherigen Koordinierungsphase teilgenommenen Bewerbungen werden mitgezählt, unabhängig davon, welche Studienangebote letztlich am Koordinierten Nachrücken teilnehmen.

Ich habe mich in der Bewerbungsphase auf vier örtlich zulassungsbeschränkte Studienangebote beworben. Leider hatte ich bis zum Ende der Koordinierungsphase bei keiner der vier abgegebenen Bewerbungen eine Zulassungsoption. Bei drei der vier Studienangebote entscheiden sich die jeweiligen Hochschulen am Koordinierten Nachrücken teilzunehmen. Ich möchte nun jedoch nur noch bei zwei der drei Studienangebote im Rahmen des Koordinierten Nachrückens teilnehmen und muss dies entsprechend zweimal aktiv bestätigen.

Da ich ursprünglich insgesamt vier Bewerbungen abgegeben habe, könnte ich zusätzlich noch max. acht Neubewerbungen abgeben. Diese acht Neubewerbungen finden nur dann Berücksichtigung, wenn nach Abarbeitung der vorhandenen Ranglisten noch Restplätze verfügbar sind (Vergabe erfolgt dann durch Los).

Dass eine Möglichkeit an der Teilnahme am Koordinierten Nachrücken für ein Studienangebot besteht, sehe ich innerhalb meines Benutzerkontos an dem hier markierten Aktionsbutton mit dem roten Pfeil in der Bewerbungsübersicht.

Wichtiger Hinweis: Zusätzlich erhalte ich nach Ende der Koordinierungsphase für jedes abgelehnte Studienangebot, das am Koordinierten Nachrücken teilnimmt, eine E-Mail (Betreff: Wichtiger Hinweis zum Nachrücken) mit einem Link, mit dessen Hilfe ich ebenfalls meine Teilnahme erklären kann. Ob ich meine Teilnahme per E-Mail-Link oder per Aktionsbutton in meinem Benutzerkonto erkläre, führt letztlich zum gleichen Ergebnis. Wichtig in beiden Fällen ist die Wahrung der Anmeldefrist!

Nach Klicken des Aktionsbuttons muss ich in einem nächsten Schritt meine gewünschte Teilnahme noch einmal bestätigen.

Es folgt die Teilnahmebestätigung am Koordinierten Nachrücken für das konkrete Studienangebot mit der Priorität 1.

Nachdem die Teilnahme bestätigt wurde, ändert sich der Status der Bewerbung von „abgelehnt“ in „gültig“. Wichtiges Detail: Die Information zur Erstellung des Bescheids, die sich unterhalb des neuen Bewerbungsstatus findet, stammt noch aus dem Ende der Koordinierungsphase und kann für das Koordinierte Nachrücken ignoriert werden.

Möchte ich in unserem Beispiel auch die Teilnahme an meinen Bewerbungen mit Priorität 2 und 3 erklären, wiederhole ich entsprechend das Prozedere. Für die Bewerbung mit Priorität 4 ist dies nicht möglich, da die Hochschule mit diesem Studienangebot nicht am Koordinierten Nachrücken teilnimmt.

Gruppe 2 – Bewerber*innen, die sich in der Koordinierungsphase noch nicht beworben haben und erst in der Phase des Koordinierten Nachrückens neue Bewerbungen abgeben möchten

Sofern noch nicht geschehen, müssen Sie sich zunächst im Bewerbungsportal von Hochschulstart registrieren. Im Anschluss an die Koordinierungsphase haben Sie die Möglichkeit, sich auf maximal zwölf teilnehmende Studienangebote des Koordinierten Nachrückens zu bewerben.

Passende Studienangebote können Sie mit Beginn der neuen Phase über die Studienangebotssuche in Ihrem Benutzerkonto finden.

Ihre Neubewerbungen kommen jedoch nur dann zum Zuge, wenn die abgearbeiteten Ranglisten aus der Koordinierungsphase, auf denen Sie als Neubewerber ja nicht bereits erfasst sind, erschöpft ist und dennoch weiterhin Restplätze vorhanden sind. Diese letzten Studienplätze werden dann durch das Los vergeben.

Neue Bewerbungen können ausschließlich zentral im Bewerbungsportal von Hochschulstart abgegeben werden – nicht in einem hochschuleigenen Portal. Es handelt sich um Kurzbewerbungen, denen keine weiteren Unterlagen bzw. Dokumente beigefügt werden müssen. Bitte beachten Sie außerdem die Einschreibebedingungen der Hochschulen.

Wichtiger Hinweis: Eine Doppelregistrierung ist weiterhin nicht erlaubt. Ist bereits ein Benutzerkonto mit abgegebenen Bewerbungen vorhanden, ist es nicht zulässig, sich ein neues Konto anzulegen, um neue Bewerbungen über das Koordinierte Nachrücken abzugeben.

Für Gruppe 1:

Die Koordinierungsphase endet im Verfahren zum Wintersemester 2020/21 am 30. September. Nimmt eine Hochschule mit einem Studienangebot, für das Sie bereits eine Bewerbung eingereicht hatten, am Koordinierten Nachrücken teil, werden Sie darüber per E-Mail informiert und haben vom 30. September bis zum 02. Oktober (24 Uhr) Zeit, Ihre jeweilige Teilnahme zu erklären.

Dies geschieht über einen in der E-Mail enthaltenen Link. Alternativ kann die Teilnahme (wie zuvor erläutert) direkt im Benutzerkonto erfolgen. Auch hier gilt jedoch, dass für die Erklärung der Teilnahme nur der genannte Zeitraum zur Verfügung steht.

Das Koordinierte Nachrücken endet am 20. Oktober.

Für Gruppe 2:

Neubewerbungen sind fortlaufend von Beginn bis zum Ende des Koordinierten Nachrückens (20. Oktober) möglich.

Sobald Sie für eine Ihrer am Koordinierten Nachrücken teilnehmenden Bewerbungen im zulassungsfähigen Bereich liegen, ändert sich der Status unmittelbar von „Zulassungsanbot aktuell nicht möglich“ in „zugelassen“. Wenn für eine Ihrer Bewerbungen eine Zulassung ermittelt wurde, erhalten Sie darüber eine Benachrichtigung per E-Mail.

Die Prioritäten spielen keine Rolle mehr, denn Sie können nicht mehrere Zulassungsangebote parallel bekommen und auch nicht auf weitere Zulassungsangebote warten. Das Koordinierte Nachrücken endet für Sie, sobald Ihnen eine Zulassung erteilt werden konnte. Der entsprechende Bescheid wird Ihnen übermittelt.

Die Studienplatzbörse

Auch abseits des Koordinierten Nachrückens vergeben Hochschulen noch Reststudienplätze – und auch wenn Hochschulen an diesem gemeinsamen Nachrücken teilnehmen, kann es durchaus vorkommen, dass am Ende noch Studienplätze (gemeinhin in örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen) verfügbar sind. Diese letzten freien Studienplätze werden zweimal im Jahr nach Abschluss des Vergabeverfahrens durch den Hochschulkompass  veröffentlicht. Hier präsentieren die Hochschulen die verbliebenen Studienplätze in der sogenannten "Studienplatzbörse". Für die Anmeldung zu den entsprechenden Losverfahren müssen Sie direkt mit den betreffenden Hochschulen Kontakt aufnehmen. Informationen zu Fristen und Formalitäten finden Sie auf den entsprechenden Webseiten der Hochschulen. Auch die Ergebnisse der Losverfahren werden nur von den jeweiligen Hochschulen bekannt gegeben. Richten Sie deshalb bitte sämtliche Anfragen zu den Losverfahren oder der Studienplatzbörse ausschließlich an die betreffenden Hochschulen, denn Hochschulstart kann Ihnen an dieser Stelle nicht weiterhelfen!